Zuckersorten

Jeder Haushaltsladen, jeder Bioladen, sogar fast jeder Discounter bietet eine Fülle an diversen Zuckern. Demerara-Zucker, Vollrohrzucker, brauner Zucker etc. All diese Arten, auch wenn geschmacklich leicht unterschiedlich, basieren auf dem selben Molekül: Saccharose.

Dieser Zweifachzucker, bestehend aus Glucose (Traubenzucker) und Fructose(Fruchtzucker), ist ein Speichermolekül einiger Pflanzen. Vor allem Zuckerrohr, Zuckerrübe und Zuckerpalme machen hiervon regen Gebrauch.

Einige Quellen, darunter auch Wikipedia und so manche andereLiteratur, schreiben, dass Saccharose von jenen Pflanzen mittels Photosynthese gebildet wird. Allerdings ist dies sehr unpräzise, produziert jener Vorgang primär nur Glucose,- Also Traubenzucker. Eine Verbindung mit Fruchtzucker zu Saccharose geschieht erst später.

Zuckerarten

  • Rohrzucker: Allgemein bezeichnet dieser Begriff nichts anderes als „Haushaltszucker“, hergestellt aus Zuckerrohr. Auch wenn der Name geblieben ist, stammt der bei uns erhältliche Rohrzucker allerdings vornehmlich aus Zuckerrüben. Dadurch ist der Begriff „Rübenzucker“ häufig passender. Wird dieser Zucker nun mittels Raffination gereinigt, bezeichnet man ihn als Raffinade.
  • Eigentlich keine eigene Zuckerart ist der Demerara-Zucker lediglich eine Unterart des Rohrzuckers. Aufgrund seiner Herkunft aus der gleichnamigen niederländischen Kolonie trägt er diesen Namen. Der Demerara-Zucker, der einen Melassegehalt von 2 – 3 Prozent besitzt, wird heute großteils in Mauritius produziert.
  • Ähnlich wie der Demerara-Zucker stammt auch der Muscovado-Zucker aus Mauritius. Dabei handelt es sich um hellen oder dunklen, ungereinigten und unraffinierten Rohrzucker, der einen markanten Geschmack nach Lakritz und Karamell besitzt.
  • Bricht man den Herstellungsprozess von Zucker an einer konkreten Stelle vorzeitig ab, so erhält man braunen Zucker. Die Farbe und Konsistenz stammt von Sirup, der noch an den Kristallen klebt. Hierdurch besitzt der braune Zucker nicht nur eine andere Farbe als der weiße Rohrzucker, sondern schmeckt auch etwas malziger, etwas mehr nach Karamell.
  • Unter Vollrohrzucker versteht man eine pure Form des Rohrzuckers. Da dieser nur aus dem getrockneten Saft des Zuckerrohrs besteht. Zu über 90 % ist darin Saccharose enthalten, aber auch diverse Mineralien und Spurenelemente.
  • Gerne für Tee verwendet, spielt Kandis-Zucker für die Zubereitung von Sirups für Cocktails kaum eine Rolle. Kandis-Zucker ensteht beim langsamen Auskristallisieren einer puren Zuckerlösung. Die braune Variante unterscheidet sich von der weißen dahingehend, dass sie zusätzlich karamellisierten Zucker enthält. Da die Kristalle des Kandis vergleichsweise groß sind, fast schon kleine Steinchen, dauert es erheblich länger, bis sich der Zucker im Wasser aufgelöst hat.
  • Entsprechend seines Namens stammt der Palmzucker aus Palmen. Interessant für diese Art Zucker sind jedoch nur die Blüten von Atta- und Zuckerpalme. Palmzucker zeichnet sich dadurch aus, dass er nicht derart süß ist wie andere Zuckerarten.
  • Kokoszucker: Der Name ist Programm. Hergestellt aus der Kokospalme stammt dieser Zucker aus dem Blütennektar jener Palmenpflanze.